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Künstler: Heaven shall burn

Album: Antigone

Erscheinungsjahr: 2004

Anspieltipp: Voice of the voiceless

Autor: Markus

So langsam werden mir die Jungs von Heaven shall burn echt unheimlich. War schon der 2002er Release „Whatever it may take“ die gewaltigste und durchdachteste Symbiose aus Hardcore und Melodic Death, die man bis dato gehört hatte,  so setzt man 2 Jährchen später locker noch einen drauf und präsentiert mit „Antigone“ nicht nur den perfekten Nachfolger, sondern auch ein Werk, an dem sich alle Metalcore – Veröffentlichungen der nächsten Jahre werden messen lassen müssen. Die Band aus good old Germany brennt ein dermaßenes Feuerwerk aus hochmelodischen Gitarrenläufen, agressiven aber nie stupide wirkenden Vocals und gekonnt platzierten Moshparts ab, dass sich eigentlich jedem Fan harter Musik die Nackenhaare einzeln aufrichten müssten. Die Produktion der Scheibe ist glasklar, sodass man den detailverliebten Songs problemlos folgen kann und nicht von der Wall of sound erschlagen wird.

Egal welche Nummer man herausgreift, auf diesem Album spielen ausnahmslos alle Kompositionen in der ersten Liga.  Geschickt werden diese von In- und Outros umklammert, die dem Albumfluss hörbar gut tun und den Tracks zusätzlich Dynamik verleihen. Die Zwischenspiele sind äußerst melancholisch gehalten und wurden größtenteils vom Klassikkomponisten Ólafur Arnalds auf der Violine eingespielt. Sie bieten die einzigen Ruhepausen auf „Antigone“ und erinnern durch den Einsatzes des Streichinstrumentes an die Götter von My dying bride, mit deren Musik man ansonsten natürlich nichts gemein hat.

Textlich befassen sich Heaven shall burn gekonnt mit Gesellschaftskritik, was nach dem Genuss solcher Nummern wie „Architects of the apocalypse“, „Numbing the pain“ oder „Bleeding to death“ nachvollzogen werden kann, ohne dass ein Blick ins Booklet erforderlich wäre. In „The weapon they fear“ und „Tree of freedom“ erzählt die Band die Geschichte zweier Freiheitskämpfer (Victor Jara und Nelson Mandela Anm. d. Verf.) und stellt diese sehr authentisch dar. Aber nicht nur musikalisch und textlich ist das Album ein absoluter Hammer geworden, auch das sehr düstere Coverartwork weiß zu begeistern.

Heaven shall burn haben sich also vollends selbst übertroffen und auch wenn es zur Zeit wohl Mode ist, Metal und Hardcore zu kreuzen und diese Fusion in den Augen vieler nur ein weiterer Hype ist, bin ich mir sicher, dass „Antigone“ sehr lange Zeit als Geniestreich gelten wird.

 

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